Innerkrems am 10./11.03.2007
Ergebnisliste


Innerkrems 2007 – Der Fluch und die Freude am Berg auf 2140 Meter.

Zum 12. mal schon wurde in Innerkrems, dass nun schon bestens bekannte Rennen in den Nockbergen ausgetragen. Der Begriff Longtrail Innerkrems ist da wohl etwas übertrieben, mit ca. 20 Kilometern, lass es 23 Kilometern sein ist die Streckenlänge einfach den Schwierigkeitsgrad angepasst und so wird es keinen stören ob es nun 30 oder 20 Kilometer sind. Die Familie Moritz lud zum ersten Male alleine alle Musher zu diesem 12. Rennen nach Innerkrems ein. An dieser Stelle Danke Bernhard und Beate für das wunderschöne Wochenende bei Euch in den Bergen. Auch Walter Treichl und die Innerkremser Bergbahnen haben Ihr bestens gegeben um uns allen ein tolles Rennen zu bieten. Dank auch an Martin Hansele führ diese wunderbaren Photos mit richtiger Aktion in einer wunderschönen Bergwelt.

Ach ja… übrigens habe ich keinen DSLT Funktionär gesehen, die sich angeblich so übergangen Gefühlt haben in Sachen Deutsche Meisterschaft. So kann man eben nur mit Verantwortlichen verhandeln die auch bei dem Rennen etwas zu verantworten haben und nicht mit denen die gerne etwas zu sagen hätten. Am Ende war es dann trotzdem eine richtige Entscheidung keine Distance Deutsche Meisterschaft in Innkrems auszufahren. Es war einfach zu schwierig, vor allem für die Skandinavier einen fairen Wettkampf auszufahren.

Unsere Anreise erfolgte am Donnerstag und zum ersten Mal in dieser Saison erreichten wir einen Stake Out im Schneefall. Nach dieser Saison erlebten wir wirklich noch einmal den Winter. Am Freitag fuhr ich eine lockere Ausfahrt auf der Nockalmstrasse von 1470 hm bis auf fast 2000 hm, bei strahlend blauen Himmel und in einer wunderbaren Bergwelt. Es war einfach nur „GEIL“

Nach und nach reisten alle Teams an, Bernhard und sein Vater hatten alle ankommenden Teams mit Ihren Traktoren voll im Griff und so gab es überhaupt keine Probleme auf dem Stake out.

Der Samstag wurde dann wettertechnisch doch etwas ungemütlich. Ein starker böiger Wind und etwas Schneefall ließen starkes Winterfeeling aufkommen. Auch auf den Berg an der Grünleitenscharte 2100 hm, wo Bernhard sich als Streckenprosten platziert hat und so zum Väterchenfrost wurde, blies ein kräftig kalter Wind. Der den Trail zum Teil an dieser Stelle sehr verwehte und den Schweiß gleich wieder zum gefrieren brachte.

Der Start wurde durch die Skandinavier pünktlich um 10:00 Uhr vollzogen. Mit Michael Hederich, Achim Kölzow in der Pulkaklasse und Thomas Jäger, Klaus Bäumel und Mario Formanek in der Skijöringklasse wagten sich 5 Skandinavier auf den Berg. Achim Kölzow musste leider nach einen Gestängebruch an seiner Pulka schon nach ca. 10 Kilometer den Weg zurück in Richtung Start angehen. So hatte er wenigsten einmal die Gelegenheit alle Teams hautnah zu verfolgen. Auch Michael Hederich und Thomas Jäger kollidierten miteinander, wobei auch Michael Hederichs Pulka an mehreren Stellen brach. Jörg Pohmer hatte zum Glück viel Tape dabei und so konnte Michael sein Rennen, dank des Fairplays von Jörg fortsetzen.

Im Anschluss an die Skandinavier gingen die Tourenfahrer in Minutenabstand auf die Strecke.

Die LT1 Klasse folgte mit dem grandiosen Lauf des erst 15 jährigen Marco Diemer. In unglaublichen 1:25 Std. jagte er den Berg hoch und auch wieder runter. Dabei durchpflügte er das Feld der ganzen LT1 und Tourenfahrer und kam so als 3tes Team im Ziel wieder an. Auch Michael Käsbohrer in 1:36 Std. und Rocco Pigola in 1:42 Std. kämpften sich in guten Zeiten über die 2000 hm.

In der LT2 Klasse kämpften gleich 4 Teams um den Sieg, aber Matteo Bartolini aus Italien ließ nichts anbrennen und setzte mit 1:16 Std. gegen den sehr starken Alexander Serdjukov aus Österreich und Rene Webe aus der Schweiß die Bestzeit in dieser Klasse. Mit nur etwas über 2 Minuten Rückstand für Alexander wartete ein spannender 2 Renntag auf diese beiden Teams.

In der LTO Klasse wurden gleich mehrere Favoriten gehandelt. Jürgen Stolz, Silvan Lanz, Claudio de Ferrari, Andi Birkel und vielleicht auch Michael Klick. Aber es gab am ersten Renntag nur einen wahren Champion… in einer Zeit von 1:11,20 Std. bewältige Jürgen Stolz diese Strecke. Eine echt Klasse Leistung… Jürgen du hast ein perfektes Team. Andi Birkel konnte mit ca. 9 Minuten den Rückstand und den 2.Platz noch im Rahmen halten. Etwas enttäuschend war Silvan Lanz mit seinem Team. Silvan sagte mir das er diese Strecke vor 6 Jahren zum letzten Mal gefahren ist und da ging es genau entgegen Gesetzt. Aber trotzdem mit 1:21 Std. eine prima Zeit. Michael Klick hatte etwas Pech mit seinem ersten Rennen in hochalpinen Gelände. „der Kampf mit den Abfahrten und den Schlitten“ könnte man da als Schlagzeile schreiben. Aber Michael ist trotzdem heil mit riesigen Erfahrungen angekommen.

Der Musherabend im Gasthof Raufner verlief sehr urig und gemütlich. Es gab einfach nichts auszusetzen und so freuten sich schon die meisten auf den 2.Renntag. Ach ja… ein paar verteidigten schon am späten Abend ihre Plätze in der Wirtschaft.

Der 2.Renntag am Sonntag bei besten Kaiserwetter und traumhafter Sicht auf den Bergen ließ trotz der großen Kampfes an den drei bewussten steilen Stellen in Richtung 2138 hm, ein tolles Gefühl mit sich und den Hunden in dieser Bergwelt aufkommen. Marco Diemer in der LT1 Klasse hatte etwas Pech mit einem seiner Hunde. Hier kam aber Hilfe in Form von Alexander Serdjukov der den Hund von Marco Diemer einfach in seinen Packsack setzte und so Marco auf den letzten Höhenmetern zur Grünleitenscharte entlastete. Bis zur Steilwand zum Grünleitennock hinauf hatte Alexander schon Matteo Bartolini eingeholt. Aber am Ende zeigte Matteo seine große Stärke und Können und fuhr Alexander wieder davon. Nach dem Missgeschick von Marco hatten die drei führenden in der LT1 Klasse fast die gleichen Zielzeiten, aber an den Platzierungen änderte sich nichts mehr. In der LTO Klasse setzte auch am 2.Renntag Jürgen Stolz den Maßstab und fuhr mit 1:15 Std. Tagesbestzeit. Silvan Lanz zeigte in diesem Lauf seine gewohnte Stärke und fuhr mit 1:17 Std. noch auf den 2.Platz. Claudio de Ferrari fuhr mit 1:18 Std. auf den 3.Platz. Andi Birkel ein reiner B-Sprinter, musste an diesem Tage der längeren Distance Tribut zollen und fuhr mit 1:32 Std. auf den 4.Platz.

Ein wunderschöner Renntag ging mit der Siegerehrung im Gasthof Raufner zu Ende. Als Fazit bleibt mir nur noch zu sagen… Innerkrems war mal wieder eine Reise wert. Schade, dass uns Innerkrems 2008 wohl verwehrt bleibt, da an diesem Termin in Arsana/Schweden die Weltmeisterschaft Sprint und Distance der WSA ist.

Ach ja… die schnellste Zeit über die 20 Kilometer betrug 1:11,20 Std. und langsamste Zeit betrug 7:14,17 Std. auch für diese Leistung gibt es eine große Verbeugung. Das Rennen war auf 8 Hunde limitiert. Die wenigsten Hunde hatte Ulrike Lading mit 2 Samojeden vor dem Schlitten und das schnellste Alaskan Malamute Team war von Alberto Vollweiler mit 4:06,41 Std. Den heftigsten Sturz hatten wohl Holger Steiner und Thomas Prestele (siehe auch Photoalbum). Die Streckenlänge betrug wahrscheinlich um die 20 Kilometer. Es wurden an beiden Tagen fast 4000 Höhenmeter bewältigt. Als Entschädigung gab es eine ca. 9 Kilometer lange wunderschöne Abfahrt. Am Start waren 64 Teams aus 7 Nationen, wobei 10 Teams ausgeschieden sind.

Photoalbum gibt es auf www.fsscde

In der Klasse LTO belegte souverän Jürgen Stolz mit seinen 8 Siberian den 1.Platz. An beiden Tagen fuhr Jürgen Stolz die absolute Bestzeit mit 1:11,20 Std. und 1:15,47 Std. Den 2.Platz belegte hier Silvan Lanz aus der Schweiz mit 12:01 min Rückstand und den 3.Platz Claudio De Ferrari aus Italien mit 13:42 min Rückstand.

1.Platz Jürgen Stolz/D 2:27,07 Std.
2.Platz Silvan Lanz/CH 2:39,08 Std.
3.Platz Claudio De Ferrari/I 2:40,50 Std.
4.Platz Andi Birkel/D 2:53,09 Std.
5.Platz Michael Klick/D 3:00,07 Std.
6.Platz Vanessa Bambi/I 3:05,31 Std.
7.Platz Volker Ebertshäsuer/D 3:13,47 Std.
8.Platz Gerald Schinzel/A 3:14,11 Std.
9.Platz Martin Eigentler/A 3:47,30 Std.

In der LT2 Klasse gab es einen fantastischen Kampf zwischen Matteo Bartolini aus Italien, Aleander Serdjukov aus Österreich und Rene Weber aus der Schweiz. Am Ende hatte Matteo Bartolini mit jeweils 1:16,06 Std. und 1:17,39 Std. die Bestzeit des Tages in dieser Klasse. Den 2.Platz belegte Alexander Serdjukov mit 5:56 min Rückstand und den 3.Platz Rene Weber mit 7:53 min. Rückstand.

1.Platz Matteo Bartolini/I 2:33,45 Std.
2.Platz Alexander Serdjukov/A 2:39,41 Std.
3.Platz Rene Weber/CH 2:41,38 Std.
4.Platz Rainer Diemer/D 3:05,32 Std.
5.Platz Stefan Krügel/D 3:14,20 Std.
6.Platz Michael Hess/D 3:44,51 Std.
7.Platz Dieter Kral/A 3:51,02 Std.
8.Platz Rene Suter/CH 4:01,01 Std.
9.Platz Georg Moser/A 4:04,23 Std.

Die Klasse LT1 an diesem Wochenende ganz in Deutscher Hand. Marco Diemer mit seinen 15 Jahren ging als Topfavorit an den Start und er ließ am 1.Renntag auch nichts anbrennen. Mit seinen 4 Siberian Huskies in einer unglaublichen Laufzeit von 1:25,03 Std. absolvierte er den schweren Kurs. Michael Käsbohrer konnte mit 1:36,31 auf den 2.Platz folgen. Rocco Pigola fuhr mit 1:42,02 Std auf den 3.Platz. Am 2 Renntag waren dann die Zeiten von den drei Erstplatzierten fast ausgeglichen.

1.Platz Marco Diemer/D 3:03,24 Std.
2.Platz Michael/Käsbohrer/D 3:13,04 Std.
3.Platz Rocco Pigola/D 3:19,40 Std.
4.Platz Daniele Spiriti/I 3:34,59 Std.
5.Platz Guido Gilles/D 3:52,09 Std.
6.Platz Gerald Hesse/D 4:01,54 Std.
7.Platz Fabienne Fischer/F 4:57,59 Std.
8.Platz Michael Fuchs/D 5:15,02 Std.
9.Platz Jürgen Höckenreiner/D 5:39,51 Std.

In den Skandinavier Klassen Skijöring siegte Thomas Jäger/D in 3:44,42 Std., vor Klaus Bäumel/A. In der Pulka Klasse hatte Michael Hederich nach dem Abbruch von Achim Kölzow kein Konkurrenz mehr und er siegte in 4:14,04.

AGSD Reporter Rocco Pigola

 




© Bilder Martin Hansele